Dateien speichern, teilen und von überall darauf zugreifen – das ist der Kern dessen, was Dropbox und OneDrive bieten. Beide Dienste funktionieren gut. Doch für Unternehmen, die Wert auf Datenschutz und Unabhängigkeit legen, gibt es eine entscheidende Frage: Müssen Ihre Geschäftsdaten wirklich in der Cloud eines US-Konzerns liegen?

Was spricht gegen Dropbox und OneDrive im Unternehmen?

Datenschutz und DSGVO

Sowohl Dropbox als auch Microsoft OneDrive speichern Daten auf Servern, die US-amerikanischem Recht unterliegen. Der CLOUD Act verpflichtet US-Unternehmen, Daten auf behördliche Anfrage herauszugeben – auch wenn die Server physisch in Europa stehen. Für Unternehmen, die personenbezogene Daten, Verträge oder vertrauliche Geschäftsinformationen speichern, ist das ein relevantes Risiko.

Steigende Kosten

Dropbox Business kostet ab 12 Euro pro Nutzer monatlich, OneDrive for Business ab 5 Euro (im Einzelplan) bis über 20 Euro (als Teil von Microsoft 365). Bei wachsender Mitarbeiterzahl steigen die Kosten linear – ohne Verhandlungsspielraum.

Schatten-IT und Kontrollverlust

Wenn Unternehmen keine offizielle Lösung für den Dateiaustausch bereitstellen, nutzen Mitarbeiter private Dropbox-Konten oder WeTransfer. Diese Schatten-IT entzieht sich jeder Kontrolle und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Die Alternative: Nextcloud als Dateiplattform

Nextcloud ist die naheliegendste Alternative – und in vielen Bereichen sogar besser als Dropbox oder OneDrive. Die Plattform bietet Dateisynchronisation über Desktop-Clients für Windows, Mac und Linux, mobile Apps für iOS und Android, Dateifreigabe über Links mit Passwortschutz und Ablaufdatum, granulare Berechtigungen für Ordner und Dateien, Versionierung mit der Möglichkeit, ältere Versionen wiederherzustellen, Volltextsuche über alle gespeicherten Dokumente sowie Integration von Office-Paketen für die gemeinsame Dokumentenbearbeitung.

Was Nextcloud besser kann als Dropbox

Selektive Synchronisation: Sie können auf dem Desktop wählen, welche Ordner synchronisiert werden. Große Dateien, die Sie selten brauchen, bleiben auf dem Server und werden bei Bedarf on-demand geladen – das spart Speicherplatz auf dem Arbeitsrechner.

Federated Sharing: Sie können Dateien mit anderen Nextcloud-Instanzen teilen, ohne die Daten an einen zentralen Dienst zu geben. Das ist besonders nützlich für die Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten, die ebenfalls Nextcloud nutzen.

Erweiterbares App-Ökosystem: Nextcloud ist eine Plattform, kein einzelnes Produkt. Über den App Store lassen sich Funktionen hinzufügen – von Workflows über Tagging bis zu Branchenintegrationen.

Weitere Alternativen im Überblick

Seafile

Seafile ist spezialisiert auf schnelle und zuverlässige Dateisynchronisation. Die in C geschriebene Software ist besonders performant – auch bei sehr großen Dateien und Datenmengen. Seafile bietet eine schlankere Oberfläche als Nextcloud und verzichtet auf den Plattform-Ansatz. Für Unternehmen, die eine fokussierte Dateiablage ohne zusätzlichen Ballast suchen, ist Seafile eine exzellente Wahl.

Syncthing

Syncthing verfolgt einen radikal anderen Ansatz: Es gibt keinen zentralen Server. Dateien werden direkt zwischen Geräten synchronisiert – Peer-to-Peer. Das eliminiert den Server als potenzielle Schwachstelle. Syncthing eignet sich besonders für kleine Teams oder für die Synchronisation zwischen eigenen Geräten.

Migration von Dropbox oder OneDrive

Der Umstieg ist unkompliziert. Beide Dienste erlauben den vollständigen Download aller gespeicherten Dateien. Die Ordnerstrukturen lassen sich eins zu eins in Nextcloud oder Seafile übertragen.

Der Desktop-Client von Nextcloud funktioniert ähnlich wie der von Dropbox: Nach der Installation wählen Sie einen lokalen Ordner, der automatisch mit dem Server synchronisiert wird. Für Mitarbeiter, die Dropbox gewohnt sind, ist die Umstellung minimal.

Kosten im Vergleich

Bei Dropbox Business zahlt ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern rund 4.300 Euro jährlich – für reinen Dateispeicher. Nextcloud auf einem eigenen Server bietet den gleichen Funktionsumfang plus Office-Integration, Kalender, Videokonferenzen – und das ohne nutzerbasierte Lizenzkosten. Die Einsparung ist erheblich und wächst mit jedem zusätzlichen Mitarbeiter.

Fazit: Dateien teilen geht auch ohne Big Tech

Die Zeiten, in denen Dropbox oder OneDrive alternativlos waren, sind vorbei. Nextcloud und Seafile bieten professionelle Dateiverwaltung auf eigener Infrastruktur – sicherer, günstiger und unabhängig.

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