IT-Kosten sind in vielen mittelständischen Unternehmen einer der am schnellsten wachsenden Ausgabenposten. Lizenzgebühren, Cloud-Abos, Supportverträge – die Summe steigt Jahr für Jahr. Open-Source-Software bietet eine konkrete Möglichkeit, diese Kosten zu senken – ohne auf Funktionalität oder Professionalität zu verzichten.

Wo die größten Kostentreiber liegen

Software-Lizenzen

Microsoft 365, Adobe Creative Cloud, Salesforce, Slack – die Liste der Abonnements ist in vielen Unternehmen lang. Jedes einzelne wirkt überschaubar, aber in der Summe ergeben sich schnell fünfstellige Jahresbeträge. Und die Tendenz ist eindeutig: Die Preise steigen regelmäßig, während die Möglichkeit, auf ältere, günstigere Versionen zurückzugreifen, systematisch eingeschränkt wird.

Nutzerbezogene Abrechnung

Das Pro-Nutzer-Modell ist aus Anbietersicht genial: Jeder neue Mitarbeiter bedeutet automatisch mehr Umsatz. Für wachsende Unternehmen ist es ein Problem: Die IT-Kosten skalieren linear mit der Mitarbeiterzahl, ohne dass der Nutzen proportional steigt.

Versteckte Kosten

Zu den sichtbaren Lizenzkosten kommen versteckte Ausgaben: Schulungen nach erzwungenen Oberflächenänderungen, Integrationsaufwand zwischen verschiedenen Cloud-Diensten, Mehrkosten für Features, die in Basispaketen fehlen, und Kosten für die Compliance-Dokumentation bei US-Cloud-Diensten.

Wo Open Source konkret Kosten spart

Office und Zusammenarbeit

Statt Microsoft 365 (12-22 Euro pro Nutzer/Monat): Nextcloud mit Collabora oder OnlyOffice – keine Lizenzkosten. Bei 40 Mitarbeitern sparen Sie zwischen 5.760 und 10.560 Euro jährlich allein bei den Lizenzgebühren.

E-Mail

Statt Exchange Online (4-12 Euro pro Nutzer/Monat): Mailcow oder eine vergleichbare Open-Source-Mailserver-Lösung. Einsparung bei 40 Nutzern: 1.920 bis 5.760 Euro jährlich.

Videokonferenzen

Statt Zoom Business (14 Euro pro Nutzer/Monat): Jitsi Meet oder Nextcloud Talk – kostenlos. Einsparung bei 40 Nutzern: bis zu 6.720 Euro jährlich.

Chat und Messaging

Statt Slack Business+ (12 Euro pro Nutzer/Monat): Element oder Rocket.Chat – keine Lizenzkosten. Einsparung bei 40 Nutzern: bis zu 5.760 Euro jährlich.

Passwort-Management

Statt 1Password Business (8 Euro pro Nutzer/Monat): Vaultwarden – kostenlos, inklusive aller Premium-Features. Einsparung bei 40 Nutzern: bis zu 3.840 Euro jährlich.

Rechnungsstellung

Statt Lexoffice oder SevDesk (7-40 Euro/Monat): Invoice Ninja – keine Lizenzkosten.

Die Gegenrechnung: Was kostet die Open-Source-Infrastruktur?

Open Source heißt nicht „kostenlos“ im Sinne von „kein Aufwand“. Die Software selbst ist kostenlos, aber es gibt andere Kostenpositionen: Hosting für den dedizierten Server, einmalige Einrichtung und Konfiguration sowie laufende Wartung und Support über einen Managed-Service-Anbieter.

Die Gesamtkosten für ein professionelles Setup liegen in der Regel deutlich unter den kumulierten Cloud-Lizenzgebühren. Die Einsparung wächst mit der Mitarbeiterzahl und über die Zeit – denn Open-Source-Kosten steigen nicht mit jedem neuen Nutzer.

Rechenbeispiel: 40 Mitarbeiter, 3 Jahre

Cloud-Dienste über 3 Jahre – konservativ gerechnet: Microsoft 365 Standard: 18.000 Euro. Zoom: 5.000 Euro. Slack: 5.000 Euro. 1Password: 3.500 Euro. Sonstiges: 3.000 Euro. Summe: rund 34.500 Euro.

Open-Source-Infrastruktur über 3 Jahre: Hosting und Managed Service: deutlich weniger als die Cloud-Variante. Einmalige Einrichtung: Einmalkosten im ersten Jahr. Alle genannten Funktionen inklusive, plus vollständige Datenkontrolle.

Die Ersparnis über drei Jahre liegt im fünfstelligen Bereich – und das ohne Berücksichtigung zukünftiger Preiserhöhungen bei den Cloud-Diensten.

Qualität und Professionalität

Ein häufiges Missverständnis: Open Source bedeute Qualitätseinbußen. Das Gegenteil ist der Fall. Nextcloud, LibreOffice, Jitsi, Linux – all diese Projekte werden von großen, internationalen Gemeinschaften entwickelt und von Unternehmen, Behörden und Universitäten weltweit eingesetzt. Die französische Gendarmerie, die Bundeswehr, das Land Schleswig-Holstein – sie alle setzen auf Open Source, weil es funktioniert.

Fazit: Weniger zahlen, mehr kontrollieren

Open Source ist keine Sparmaßnahme auf Kosten der Qualität. Es ist eine strategische Entscheidung, die Kosten senkt, Abhängigkeiten reduziert und die Kontrolle über Ihre IT-Infrastruktur zurückgibt. Der wirtschaftliche Vorteil ist konkret, messbar und wächst mit der Zeit.

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